Jakob Kupfer

contempo

Einzelausstellung

Installationen, FADES, kinetische Lichtobjekte

27. Januar bis 18. März 2017

mianki.Gallery, Berlin


contempo (Kunstwort) steht für: in der Zeit, mit der Zeit, mit Zeit, vergänglich, zeitbasiert, der Zeit ausgeliefert.


Jakob Kupfers Kernmedium und -thema sind das Licht und die Frage, wie Licht sich selbst darstellen und bildnerisch wirksam werden kann. Immer deutlicher wird ein weiteres Thema in seiner Arbeit spürbar, gar sichtbar … die Zeit. Mit dem Licht und der Zeit verbindet Kupfer zwei Ebenen, die für uns zunächst nicht greifbar zu sein scheinen. Gegenstandlos. Flüchtig. Sinnbildlich stehen Licht und Zeit für einen Moment, einen Augenblick.


Die charakteristische Gegenstandslosigkeit des Lichts ist für Jakob Kupfer von zentraler Bedeutung. Aus Licht bildet er in seinen Werken einen Resonanzraum, in dem wir erleben können, was mit unserer Wahrnehmung geschieht, sobald wir uns auf den Lichtfluss ohne erklärende Konturen einlassen. Kaum darauf eingelassen, entstehen unendlich viele Bilder, immer wieder aufs Neue, immer wieder anders. So wie sie entstehen, vergehen die Bilder aber auch wieder. Damit bietet das Medium Licht – wie sonst nur die Musik – Kupfer die Möglichkeit, dem klassischen Bild, als raumbezogenes Werk, eine weitere Dimension zu verleihen: die der Zeit.


Und Zeit vergeht nicht. Sie entsteht unablässig, bildet Momente der Gegenwart. Wie gehen wir mit diesen flüchtigen Momenten um? Diesem Augenblick in dem Zeit entsteht und sich wandelt? Momente der Gegenwart, die kaum wahrgenommen schon wieder Vergangenheit und damit Erinnerung sind.


Eine der Erfahrungen, die wir dabei machen können, ist die Vergänglichkeit und Unsicherheit als Gewinn zu erkennen und schätzen zu lernen. Vielleicht öffnen wir unser Bewusstsein für die Gegenwart, frei zu denken, zu empfinden, wahrzunehmen, ohne vorgegebene Bilder und Aussagen.


mit freundlicher Unterstützung von

EIZO

CONCEPT

contempo

solo exhibition

Installations, FADES,  kinetic lightobjects

January 27th to March 18th 2017

mianki.Gallery, Berlin


contempo (made-up word) stands for: in time, with the times, over time, transient, time-based, delivered over time.


Jakob Kupfer’s core medium and theme is light and the question as to how light itself might be presented to artistic effect. Increasingly clearly, a further theme is becoming noticeable, even visible, in his work ... time. With light and time, Kupfer combines two levels, which do not at first seem tangible to us. Devoid of matter. Volatile. Light and time stand symbolically for a moment, a blink of the eye.


The characteristic abstractness of light is of central importance to Jakob Kupfer. In his works, he forms from light a resonance space in which we can experience what is happening with our perception, as soon as we engage ourselves with the flow of light without explanatory contours. This is barely engaged in, and already an infinite number of images are given rise to, always new, always different. Just as they come into existence, the images again vanish. In this way, the medium of light - as is only otherwise the case with music - offers Kupfer the opportunity to lend a further dimension to the classic image, as a spatial work: time.


And time doesn’t pass. It arises constantly, forms moments of the present. How do we deal with these fleeting moments? This moment in which time is born and changes? Moments of the present, are hardly perceived and then are already in the past and therefore memories.


One experience we can gain from this is to learn to recognise and appreciate the impermanence and uncertainty as good things. Perhaps, we open up our awareness of the present, free to think, feel, perceive, without fixed images and statements.


supported by

EIZO

CONCEPT

represented by mianki.Gallery